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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Unterschriftenliste gegen Einlagerung von Castoren in Niederaichbach

v. li. GR Tafelmayer, 2.Bgm. Birkner, GR Duschl, Bgm. Klaus, GR Hölzl, GR Retzer

Seitenweise Unterschriften gegen die Einlagerung von Castoren aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in Sellafield und La Hague in Niederaichbach übergaben Zweiter Bürgermeister Johannes Birkner und Vertreter des Niederviehbacher Gemeinderates an Initiator und Bürgermeister von Niederaichbach Josef Klaus. 22 000 Bürger haben sich bereits in die Listen eingetragen und auch online sind es schon 12 000 und täglich kommen neue Listen per Post an, so der Bericht von Klaus. Aufgrund der großen Resonanz in 35 Gemeinden im Landkreis Landshut und 15 Gemeinden im Landkreis Dingolfing soll die Eintragungsfrist für die Petition bis zum 28. Februar verlängert werden. Auch das Interesse in der Stadt Landshut, in weiteren angrenzenden Landkreisen und von zahlreichen Organisationen und Privatleuten ist groß. Bei der Unterschriftenübergabe in Niederviehbach am Freitag nannte Josef Klaus dazu einige Eckdaten. Im sei es bewußt, dass zwei Kraftwerke in Niederaichbach auf ein Endlager warten würden. Bürgermeister Klaus ist regelmäßig auf diversen Veranstaltungen unterwegs und auch im Austausch mit anderen Standortbürgermeistern von Atomkraftwerken. Es gäbe Beispiele mit den geeigneten geologischen Voraussetzungen aus Finnland und der Schweiz bei denen Castoren in großer Tiefe in Ton oder Granit sicher eingelagert werden könnten. Die Restabfälle aus der Wiederaufbereitung kamen ursprünglich in Glas verpresst nach Gorleben. Mit der Änderung des Atomgesetzes im Jahr 2013 soll jetzt alles in standortnahe Zwischenlager. Planungen für ein Endlager bis 2050 seien in Vorbereitung. Nach Plänen der Bundesregierung sollen aufgrund der Reststellflächen und der Bahnanbindung jetzt 26 Castoren in Niederaichbach zwischengelagert werden. Der Standort Niederaichbach, so die Argumentation von Bürgermeister Klaus ist aber nicht wie Gorleben, technisch für diese Behälter konzipiert. In Gorleben bestehen auch die Vorraussetzungen für eine Umlagerung. Für den Brandschutz wäre dann die örtliche Freiwillige Feuerwehr zuständig. "Man kann nicht, was für Gorleben vorgesehen war, über die Republik verteilen", so Klaus. Er sieht Gefahren einer oberirdischen Lagerung. Die Castoren sind für 40 Jahre genehmigt, aber für die Initiatoren der Petition stellt sich auch die Frage des Abtransportes viele Jahre später. Um beim Deutschen Bundestag Gehör zu finden, brauchen die Initiatoren gegen die Einlagerung in Niederaichbach möglichst große Rückendeckung aus der Bevölkerung und bitten weiter um Eintragung und Unterschrift. Auch in Niederviehbach kann man sich weiter mit seiner Unterschrift bis Ende Februar in den Räumen der Gemeindeverwaltung eintragen. Eine Unterschriftenaktion findet ferner online auf www.openpetition.de statt.

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