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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Volkstrauertag 2018

Volkstrauertag 2018

 

Mit Umzügen, Gottesdiensten und Gedenkfeiern gedachte man am Wochenende zum Volkstrauertag den Toten von Kriegen und Gewalt. Gemäß dem jährlichen Wechsel zwischen den Orten, zogen am Samstagabend in Niederviehbach die Ortsvereine mit Ihren Fahnenabordnungen in einem Fackelzug zur Pfarrkirche, wo Pfarrer Stefan Brunner einen Gedenkgottesdienst hielt und anschließend mit Gebeten und Fürbitten den Opfern von Krieg und Terror gedachte. In Oberviehbach zogen die Vereine am Sonntag zum Gottesdienst und auch hier versammelte man sich im Anschluss am Kriegerdenkmal zum Gedenken. Bürgermeister Josef Daffner erinnerte zunächst an den hundertsten Jahrestag des ersten Weltkrieges, in dem als die Waffen endlich schwiegen, über zehn Millionen Menschen ihr Leben verloren, darunter zwei Millionen Deutsche und davon 200 000 als Angehörige der Bayerischen Armee. In klaren Worten ging Daffner auf das immer selbe Prinzip kriegerischer Auseinandersetzungen ein und verurteilte: Durchsetzung des eigenen Willens mit Gewalt, Nutzung von Angst statt Argumenten, Ersatz der Ehrfurcht vor dem Leben - durch die Anbetung einer Ideologie und Tote statt Toleranz. Ein Mahnmal des Elends der Kriege seien bis heute die Soldatenfriedhöfe, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsoge erhält und pflegt. Weltweit seien es 832 Anlagen in 45 Staaten, darunter 380 Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkrieges. In Bayern haben 12 000 Kriegstote des Ersten Weltkrieges, ganz überwiegend in den Heimatlazaretten verstorbene Soldaten, aber auch in deutschem Gewahrsam ums Leben gekommene Kriegsgefangene anderer Nationen eine dauernde Ruhestätte gefunden. Die Erinnerung an die beiden Weltkriege sei fester Bestandteil der europäischen Identität und alle die an der Gedenkveranstaltung teilnehmen tragen dazu bei, dass die Toten in Erinnerung fortleben. Um die Identität der Opfer nicht zu vergessen verlas man am Denkmal deren Namen und gedachte der gefallenen und gestorbenen Soldaten und aller die durch Kriegshandlungen ihr Leben lassen mussten. Auch allen die im Widerstand, um Ihrer Überzeugung oder ihres Glaubens willens, als Angehörige eines anderen Volkes oder Rasse oder weil ihr Leben wegen Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde, verfolgt und getötet wurden. Weiter gedachte Bürgermeister Daffner allen Männern, Frauen und Kindern, die in der Folge des Krieges, auf der Flucht oder bei der Vertreibung oder als Bundeswehrsoldaten und Einsatzkräfte in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben ließen. Trauer galt auch den Opfern der Kriege und Bürgerkriege, von Terrorismus und Verfolgung unserer Tage. In der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung unter den Menschen und Völkern und auf Frieden in der Welt legte Bürgermeister Daffner für die Bürgerschaft und den Gemeinderat an den Kriegerdenkmalen Kränze nieder. Sein Dank galt allen Beteiligten und auch den Spendern und Sammlern anlässlich der Kriegsgräbersammlung. Die Arbeit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber sei unverzichtbar, so Daffner, denn mit den Kriegsgräberstätten gebe es nicht nur Orte des Gedenkens und des Nachdenkens, sondern man gebe zugleich den Toten ihren Namen und einen Teil ihrer Würde zurück.

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