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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Sr. Konrada feiert 110. Geburtstag

Sr. Konrada im Kreise ihrer Gratulanten

Mit Musik und Gesang, Gedichten und Bildern feierte das Kloster St. Maria und die zugehörige Realschule mit dem 110. Geburtstag von Schwester Konrada, am Samstag ein außergewöhnliches Fest. Die Klosterschwestern um Vikarin Schwester Theresa und die Schulleitung hatten dazu Vorbereitungen getroffen und eingeladen. Neben den Mitschwestern und Klosterspiritual Dr. Ewald Nacke, Realschullehrern, Mittelschulrektorin Uta Kager und einigen Verwandten konnte man auch Pfarrer Peter Obermeier, aus der Heimatpfarrei in Zell und weiter auch FDP Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, MdL Jutta Widmann von den Freien Wählern, Landrat Heinrich Trapp, die Bürgermeister Josef Daffner und Johannes Birkner und CSU-Landtagskandidatin Dr. Petra Loibl, sowie als Überraschungsgäste die familiär mit Lehrer Thomas Tiéschky verbundenen, Komiker Wigald Boning und Gattin und Opernsängerin Teresa Boning willkommen heißen. Die Musiklehrerinnen Eugenie Erner, Ruth Kellner und Iris Wunderlich musizierten beim Eintreffen der Gäste im Klosterinnenhof und begleiteten die Feier. Realschuldirektor Hermann Deubzer und Schwester Theresa eröffneten die Feier, bei der so mancher Gast auch gespannt lauschte, wie man wohl so ein hohes Alter erreichen könne. Herzlich lachen kann die Jubilarin, dem Wein sei sie nicht ganz abgeneigt, sowie Geduld und Beharrlichkeit habe sie und auch im Alter könnten manche Schätze gehoben werden, so die Oberin und sagte ein herzliches Vergelt's Gott für fast 90 Jahre Ordenszugehörigkeit. Neben einer guten Lebensweise und einem kräftigem Herz, sind es wohl die Gene in der Familie, die der Klosterschwester ein langes Leben bescheren, oder Gott habe sie schlichtweg vergessen, schmunzelt Schwester Konrada. Tabletten nimmt sie bis heute nicht ein. Die Glückwünsche des Landkreises und der Gemeinde überbrachten Landrat Heinrich Trapp und Bürgermeister Josef Daffner. Ein 110. Geburtstag sei etwas Einmaliges im Landkreis und in seinen 28 Dienstjahren, so Trapp. Seit zehn Jahren komme er alljährlich zum Gratulieren und hoffe immer auch den nächsten Geburtstag selbst noch zu erleben, scherzte der Landrat. Die Menschen werden älter und besonders in kirchlichen Einrichtungen könnten oft hohe Geburtstage gefeiert werden. Sich wohl behütet zu fühlen, sei sicher besonders im Alter wichtig. Schwester Konrada und die Gemeinschaft des Klosters rühren ihn am Herzen, so Trapp. Bürgermeister Josef Daffner, ist es immer wieder eine Freude, diesen Tag zu erleben, auch wenn Konrada das ganze Jahr über präsent sei. Er konnte auch ein Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Markus Söder überreichen, das die Klosterschwester auch ohne Brille vorlesen konnte, denn mit 94 Jahren wurde sie an den Augen operiert und braucht seither keine Brille mehr. Mit Schwung und Humor führte Schwester Pia durch das Programm. Die Mitschwestern und Gäste sangen und hatten Einlagen einstudiert. Eine Einlage galt dem "Muckerl", dem kleinen Hund, der Schwester Konrada nicht von der Seite weicht und auch die Gebete geduldig abwartet. Dazwischen bereicherte Teresa Boning, mit ihrem Gesang begleitet am Klavier von Wigald Boning, das Fest. Mit Bildern blickte man auf das Leben der Ordensschwester, die in jungen Jahren Kinderlähmung hatte und seitdem am rechten Bein gelähmt ist. Fast hätte man sie aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Kloster aufgenommen, dabei erfreut sie sich seit dem Erwachsenenalter bester Gesundheit. Aufgewachsen ist die auf den Namen Rosalia Huber getaufte Schwester mit drei Brüdern und sechs Schwestern in der elterlichen Landwirtschaft in Schernberg im Rottal. Im ersten Weltkrieg gab es nicht viel zu essen und die Schule war oft eher aus, erfuhr man aus der Jugend der Schwester. Nach dem Besuch von Volksschule und Volksfortbildungsschule mit guten Noten, kam sie ins Marienheim nach Straubing, einer Haushaltungsschule, wo sie Nähen lernte und einen Buchhaltungskurs belegte. Am ersten April 1924 kam die Jubilarin ans Kloster Niederviehbach, wo sie zunächst als weltliche "Ausgeherin" tätig war und nicht so streng abgeschirmt wie die übrigen Klosterschwestern lebte. 1930 trat sie in den Orden der Dominikanerinnen ein und war bis 1946 an der Pforte. Aber auch überall im Haus war sie tätig, lächelte, strickte und stickte wunderbar, so das Lob der Mitschwestern, die eine Reihe von Kuchen und herzhaften Speisen zur Feier des Tages auftischten. Unter den Gästen war auch Neffe Albert Huber, der mit seiner "Geschwister Erna und Albert Huber Stiftung" für unschuldig in Not geratene Handwerker, alte und behinderte Menschen Spenden sammelt. Die letzte Spendenübergabe erfolgte kürzlich in Frontenhausen.

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