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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Gemeinderatssitzung vom 12.12.2017

EichenHörglkofenerstraße

Dezember 2017. Für leidenschaftliche Diskussionen sorgte ein Antrag von Anliegern in der Hörglkofener Straße in Oberviehbach, dort drei, auf dem öffentlichen Grünstreifen befindliche Eichen, entfernen zu lassen. Bürgermeister Josef Daffner hatte das Bürgeranliegen an den Beginn der letzten Gemeinderatssitzung gesetzt. Neben der starken Verschmutzung und der Beschattung ihres Grundstücks durch die hoch am Hang stehenden Laubbäume, führten die Antragsteller in ihrem zweiseitigen Antrag auch Sicherheitsbedenken für sich und ihr Haus an, falls Äste herabfallen oder die Bäume umstürzen sollten. Die Sicherheit des Menschen müsse hier Vorrang vor dem Erhalt der Eichen haben, so der Appell der Anwohner. Ganz unterschiedlich dann die Meinungen im Gemeinderat. Während Rudolf Uhrmann, ebenfalls Anwohner als engagierter Anwalt für die Bäume auftrat, war ebenfalls Nachbar Erwin Duschl für die Fällung der großen Eichenbäume. Unterstützung bekam Uhrmann von Wolfram Sterr, der gesunde Bäume stehen lassen will und befürchtet, dass sämtliche Bäume auf öffentlichem Grund dann möglicherweise den Anliegern zu viel Schmutz machen könnten. Ein Ortstermin mit Kreisfachberater Andreas Kinateder, bei dem der Landkreisexperte die Bäume als gesund und erhaltenswert einstufte, war für Gerhard Sachsenhauser keine Garantie. Sachsenhauser verwies auf Fälle, in denen auch gesunde Bäume umstürzen könnten. Für Josef Dausend und Johannes Birkner geht die Sicherheit der Menschen vor Bäumen im Ortsbereich vor. Auch Ursula Tafelmayer sprach sich für eine Fällung und dann Neupflanzung aus. Ebenso zeigte Brigitte Maß Verständnis für die Ängste der Anwohner, dass bei einem Umsturz der Bäume viel passieren könne. Nach einem teilweise heftigen Schlagabtausch, stimmte der Gemeinderat für die Fällung. Dagegen opponierten Wolfram Sterr und Rudolf Uhrmann.
 

Mit einer Radwegverbindung nach Weng hätte Niederviehbach in alle Himmelsrichtungen und über die Gemeindegrenzen hinweg, Geh- und Radwege zu den Nachbarorten. Die Gemeinde Weng legte der Gemeinde ihre Planungen bis zur Landkreisgrenze vor. Der Verlauf ist aufgrund der dortigen Gegebenheiten auf der Westseite der Kreisstraße LA 2 geplant. In der letzten Sitzung des Jahres sprach sich der Gemeinderat grundsätzlich dafür aus, die vorgestellte Planung zu übernehmen, im Gemeindebereich fortführen zu wollen und Zuschussanträge an den Landkreis zu stellen. Für die Gemeinde stellt sich dabei die Überquerung der A92 als größte Hürde dar. Aufgrund der Vorgaben der Wasserwirtschaft ging man auch an die Planung von ortsnahen Regenrückhaltebecken in Süßbach und Eschlbach. Ingenieur Günther Schmidt stellte dem Rat seine Planungen dazu vor. Ziel in Süßbach ist ein mähbares Rückhaltebecken, das sich in kleinerer Form am Ausführungsbeispiel in Oberviehbach orientieren soll. Selbst wenn das Becken auf dem gemeindlichen Grundstück überläuft, bestünde keine Gefahr für die Bebauung, so der Planer. Erwin Duschl zweifelte, ob eine Puffermenge von 300 Kubikmeter Wasser, den Aufwand und die Kosten rechtfertigen werden. Dem entgegnete Schmidt, dass die Summe mehrerer Einzelmaßnahmen die Entlastung des Viehbaches bringen soll. Durch die Pufferung des Regenwassers, sorge das Becken für langsameren Abfluss. Da es sich um eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes handle, habe die Gemeinde diese zu erfüllen, so die Meinung von Simon Hackl in der Diskussion. Bei der Debatte über die Ausführung, sollen die Erfahrungen aus Oberviehbach berücksichtigt werden, dazu hatte Gerhard Sachsenhauser einige Punkte vorgebracht. Zwei Standorte für Regenrückhaltebecken mit 150 Kubikmeter Fassungsvolumen wurden für Eschlbach besprochen. Eine seichte Lösung auf großer Fläche an der Kreisstraße, welche die Gefahr der Aufschwemmung birgt und die vom Gemeinderat favorisierte Lösung auf Gemeindegrund an der Kiesgrube, die eine große Böschung möglich macht. Hier muss allerdings die bestehende Gasleitung Beachtung finden. Der Bau der Rückhaltebecken soll im kommenden Jahr erfolgen. Als eine der letzten Arbeiten an der neuen Zweifachsporthalle wurde die Vergabe eines Brandschotts zur Freigabe des Bauwerkes besprochen, ebenso ein Flucht- und Rettungsplan. Die Nutzung für den Schulbetrieb soll baldmöglichst erfolgen, so der Wunsch von Bürgermeister Josef Daffner. Für Verärgerung im Gemeinderat sorgte die Ausführung des Bodenniveaus in den Dusch- und Umkleideräumen. Auch wenn man keine weiteren Verzögerungen wolle, so dürfe ein Neubau hier keine Probleme haben, so Wolfgang Hölzl und Gerhard Sachsenhauser. Zur Kenntnis genommen wurde ein Tekturbauantrag von Stefanie Hutzenthaler und Daniel Weitgasser aus Altdorf zum Neubau von Wohnhaus mit Garage in der Blumenstraße 22 in Rothhaus, der im Genehmigungsfreistellungsverfahren erfolgen kann. Das gemeindliche Einvernehmen wurde dem Bauantrag von Valeria und Gerhard Podolyak zum Neubau einer PKW-Garage am Spielplatz 7 in Lichtensee erteilt. Diskutiert wurde die Anfrage von Maximilian Hofmann aus der Blumenstraße in Rothhaus zum Anbau an ein Bestandsgebäude über die Bebauungsgrenze. Josef Retzer und Josef Daffner junior waren der Meinung, dass dies ein Beitrag zum Flächensparen sein könne, während Johannes Birkner die Frage aufwarf, ob dann weitere, ähnliche Anträge folgen werden. Weiter stellte sich die Frage nach den PKW-Stellplätzen und den Kosten für eine Änderung des Bebauungsplanes, wofür man die Bereitschaft erklärte. Beschlossen wurde auch die Übernahme einer Mustersatzung für die Reinhaltung der Straßen und Sicherung der Gehbahnen im Winter. Weiterhin soll eine Breite von einem Meter von den Anliegern geräumt werden. Bürgermeister Josef Daffner informierte über den Spatenstich zum Neubau der Isarbrücke. Obwohl der Verkehr während der Bauzeit größtenteils auf der bestehenden Brücke aufrecht erhalten werden kann, stellt sich aufgrund der über den Gehweg verlegten Ersatzgasleitung, gemäß dem Landkreisbauhof eine Problematik mit dem Winterdienst bei Schnee. Dadurch wurde eine einspurige Bedarfsampelregelung im Winterbetrieb erforderlich. Im April soll geprüft werden, ob eine Änderung während der Sommermonate möglich ist. Beschlossen wurde eine Instandsetzung der Beschriftung des Kriegerdenkmals in Oberviehbach mit Kosten von 1 687,30 Euro. Ursula Tafelmayer sieht durch zu schnelles Fahren auf der Westumfahrung der Zweifachhalle eine Gefahr insbesondere für Kindergartenkinder. Hier soll eine Verkehrsschau mit der Polizei erfolgen. Bürgermeister Daffner regte dazu an, bei der Abholung vom Kindergarten wieder verstärkt die Zufahrt über die Jahnstraße zu nutzen. Für 2018 erstellte man eine Übersicht über die geplanten Baumaßnahmen, welche eine Sanierung des Daches der Viehbachhalle und LED-Beleuchtung, eine E-Ladesäule, einen Brückenneubau in der Unteren Au, Feinschichtteerungen in der Isarau und in Oberviehbach süd, zwei Regenrückhaltebecken, Radwege und Investitionen beim Bauhof vorsehen. Für die Gemeindeverwaltung soll eine neuer Server mit acht Festplatten für mehr Sicherheit bei der Datensicherung angeschafft werden.

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