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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Spatenstich Neubau Isarbrücke

Isarbrücke - Spatenstich
Landrat Trapp und Bürgermeister Daffner beim Spatenstich

Dezember 2017. Nachdem die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen erhebliche Probleme verursachte, konnte mit den Spatenstich am Dienstag, dennoch mit den Bauarbeiten für den Neubau der Isarbrücke, noch in diesem Jahr begonnen werden. Mit sieben Isarbrücken, habe der Landkreis die meisten großen Flussbrücken in Bayern oder sogar in Deutschland, so Landrat Trapp bei seiner Begrüßung, bei der er auch die Bürgermeister und Gemeinderäte der Gemeinde Niederviehbach, sowie Vertreter der Planer, der ausführenden Baufirmen und der beteiligten Behörden begrüßen konnte. Da es bereits der sechste Brückenneu der letzten Jahre sei, habe man bereits einige Erfahrungen sammeln können, dennoch ist die Brücke in Niederviehbach mit Kosten von 7,2 Millionen Euro das teuerste Projekt. Im Jahr 2005 ging es dabei zunächst um eine Sanierung mit geschätzten Kosten von 150 000 Euro, die jedoch mehrmals verschoben wurde. Untersuchungen im Jahr 2012 mit Nachberechnungen der Belastbarkeit zeigten erhebliche Mängel, insbesondere für den Schwerlastverkehr, der Brücke, welche im Jahr 1956 nach den damaligen Verkehrslasten errichtet wurde und seither nur noch mit einer Lastbeschränkung auf 16 Tonnen und einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h genutzt werden kann. Diskutiert wurden dann seit 2013 zwei Sanierungsvarianten und ein Ersatzbau. Die Sanierungen hätten jedoch nur eine beschränkte Restnutzungsdauer mit geringerer Belastbarkeit und ein Nadelöhr für die Kreisstraße bedeutet. Die Entscheidung fiel daher für einen Neubau mit ursprünglich geschätzten Kosten von 2,7 Millionen Euro. Die 2015 beauftragte Planungsfirma Bulicek aus Passau stellte dem Bauausschuss dann Neubauvarianten oberhalb und unterhalb der Bestandsbrücke oder Herstellung in der ursprünglichen Lage vor. Dabei gab es auch noch die Frage der Straßenvollsperrung oder der jetzt umzusetzenden Lösung mit Neubau Flussabwärts und Einschub an die bisherige Stelle nach Fertigstellung. Dies sei die teuerste Variante, aber eine bürgerfreundliche Entscheidung so Trapp, denn der Verkehr könne somit möglichst lange aufrecht erhalten werden. Diese Entscheidung koste viel Geld, so der Landrat, der dennoch den Landkreis trotz aller Wünsche mittelfristig schuldenfrei halten wolle. Entsprochen habe man auch dem Wunsch der Gemeinde nach einem Geh- und Radweg, woran sich diese beteilige und auch eine Bootsrampe soll gemäß dem Wunsch der Wasserwacht entstehen. Bereits vor einem Jahr habe man die Bevölkerung im Rahmen einer Informationsveranstaltung informiert. Mitte dieses Jahres habe man bereits mit den Spülbohrungen zur Verlegung der Leitungen unterhalb der Isar begonnen. Bohrungen vom Süden und von der Nordseite seien jedoch fehlgeschlagen, weshalb man diese Versuche im Juli beendet habe. Auch wenn es nicht mehr aktueller Stand der Technik sei, so habe man sich letztlich doch für die Anbindung der Leitungen an die Brücke entschließen müssen. Landrat Trapp hofft auf eine unfallfreie Baustelle, denn der Brückenbau der 1950er Jahre habe Todesopfer gekostet. Als großes Infrastrukturprojekt und Plan B-Lösung bezeichnete Bürgermeister Josef Daffner das Projekt, bei dem sich die Gemeinde mit dem Geh- und Radweg beteilige. Ingenieur Roland Friedl gab Abschließend Informationen zur Bauausführung. Anpassungsmaßnahmen oder Grundstückskäufe seien durch den Neubau an gleicher Stelle nicht erforderlich. Hoher Aufwand sei jedoch im Vorfeld durch das Betauchen wegen Bauteilen von früheren Brücken in der Flusssole notwendig gewesen. Die Ausführung als Spannbetonbauwerk ermögliche daher ungleiche Stützweiten um den Abstand zu bestehenden Gründungspfeilern zu ermöglichen. Die Fertigstellung des Brückenbauwerks ist für Mai 2019 geplant.

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