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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Gemeinderatssitzung vom 25.07.2017

Juli 2017. Intensiv Diskutiert und teilweise heftig debattiert haben die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung über die Streckenführung des neu zu bauenden Radweges von Oberviehbach nach Kirchberg, über Renaturierungsmaßnahmen an der Isar, den Standort einer neuen Ladesäule für Elektromobilität oder über Werbung für die Mittelschule. Wie Bürgermeister Daffner informierte, hat der Kreisausschuß beschlossen, den geplanten Radweg mit einer Länge von 1 770 Metern von Oberviehbach zur Gemeindegrenze mit Kröning und der Verbindung mit Kirchberg in das Radwegeprogramm des Landkreises aufzunehmen. Der Radweg soll eine Entlastung der Kreisstraße darstellen und kann damit durch den Landkreis gefördert werden. Die Trassenführung ist größtenteils klar. Über die Wegführung am Start in Oberviehbach und insbesondere in Richtung der Gemeindegrenze entzweiten sich allerdings die Meinungen, ob eine Wegführung an der Kreisstraße oder am Viehbach sinnvoll sei. Eine Teilfläche ist für den Naturschutz von erhöhter Bedeutung. Auch mit einigen Grundstückeigentümern müssen noch Gespräche geführt werden. Eine Lösungsmöglichkeit sah Gemeinderat Josef Daffner junior in einem Ortstermin mit Anliegern, der Naturschutzbehörde und dem Gemeinderat. Alfons Jänsch dagegen forderte ein klares Konzept als Diskussionsgrundlage. Um in den Planungen voran zu kommen, beschloss der Gemeinderat das Ingenieurbüro Preiss & Schuster aus Vilsbiburg mit den Planungen zu beauftragen. Planungen zu Renaturierungsmaßnahmen und Wasserbaumaßnahmen im östlichen Gemeindebereich, an der Isarnordseite stellten Vertreter der Regierung von Niederbayern und des Wasserwirtschaftsamtes Landshut vor. Flache Kiesufer sollen sowohl für die Tierwelt als auch für die Menschen den Fluss attraktiver und erlebbarer werden lassen. Das Projekt mit einem Budget von über sechs Millionen Euro umfasst Wasser, Wiesen und Auenwälder und ist das bislang größte "Life Projekt" in Bayern. Diese Maßnahmen sollen keine Auswirkungen für das Hinterland oder das Grundwasser haben, so die Planer. Nicht ganz unkritisch sahen manche Gemeinderäte diese Vorhaben. Rudolf Uhrmann stellte sich die Frage, ob ein erneuter Eingriff in den jetzt bestehenden Fluss- und Uferverlauf nicht erneut viele Brut- und Nistplätze von Vögeln zerstöre. Brigitte Maß befürchtete zusätzlichen Flächenbedarf und Josef Dausend und Alfons Jänsch wollten die Ängste vieler Anwohner vor Hochwasser, hervorgerufen durch Veränderungen der Ufer, nicht unerwähnt lassen. Beschlossen wurde auch die Änderung des Bebauungsplanes "Sondergebiet Energie Hinterkreuth". Thema im Bereich Bauen waren die Baufortschritte und die geplante Fertigstellung der Zweifeldsporthalle am Gemeindezentrum. Trotz einiger Probleme mit einer Heizungsleitung und beim Trockenbau will man alles daran setzen, die Halle zum Beginn des neuen Schuljahres fertig zu stellen. In diesem Zusammenhang beschloss man auch einen Planungsauftrag für eine zusätzliche Schließanlage am Gemeindezentrum und Nachträge für zusätzliche Baumeisterarbeiten für den Spritzwasserschutz, die Anschaffung eines Rolluntersatzes für das Mischpult, Schiebeschotts, Möblierung und Beschilderung und für Spülmaschinen und Außenanlagen im Gesamtwert von rund 20 000 Euro. Dem stehen Einsparungen wegen Flächenminderungen bei den Fliesenlegerarbeiten von gut 12 000 Euro gegenüber. Das gemeindliche Einvernehmen wurde den Bauanträgen von Meinrad Dechantsreiter aus der Dorfstraße 1 in Oberviehbach zum Anbau einer Hackschnitzelheizung mit Geräteraum, von Hermann Müller, Fischerei 1 zum Neubau von zwei Garagen mit Lagerraum, von Marco Duschl, Oberviehbach, Kirchweg 2 zum Neubau einer Maschinenhalle in Holzbauweise und von Erwin Duschl, Kramerberg 5 zum Neubau einer Halle am Gewerbepark 1 zur LKW-Planeninstandsetzung und zur Änderungsgenehmigung beim Neubau eines Lagergebäudes mit Büro erteilt. Beim letzten Antrag musste sich Gemeinderat Erwin Duschl aber die Kritik seiner Gemeinderatskollegen Rudolf Uhrmann und Josef Retzer gefallen lassen. Baulinien seinen sinnlos, wenn diese jedes mal über den Haufen geworfen werden würden, so Retzer. Gerade die Gemeinderäte hätten dabei eine Vorbildfunktion. Probleme bereite die Dükerung der Leitungen unterhalb der Isar im Vorfeld des Isarbrückenneubaus informierte Bürgermeister Daffner das Gremium. Im Rahmen eines Treffens aller Beteiligten, sollen neue Lösungen gesucht werden. Beschädigt ist auch die Vogelnestschaukel in Rothhaus. Ursache seien wohl Randalierer. Kontrovers waren auch die Meinungen betreffend dem Standort einer neu aufzustellenden Ladesäule für Elektroautos mit Bruttokosten von 6 900 Euro, wofür der Stromversorger Überlandzentrale einen Zuschuss von 30 Prozent übernehmen will. Zwei dauerhaft reservierte Stellplätze in Rathausnähe dafür, das erschien vielen Gemeinderäten nicht sinnvoll. Ein Ortstermin soll Klarheit schaffen. Übernehmen will die Gemeinde auch in Zukunft die Hälfte der Buskosten für Mittelschüler aus Rothhaus, während der Wintermonate. Sorgen um die Zukunft der Mittelschule macht sich Jugendreferent Josef Daffner junior. Er warf die Frage auf, ob die besonders guten Angebote der Mittelschule nicht über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt gemacht werden sollten. Weiter lädt er die jungen Bürger zu einer Jungbürgerversammlung mit Grillen in lockerer Runde am 1. August um 18 Uhr am Gemeindezentrum ein. Dazu sollen um 17.45 Uhr Shuttlebusse aus Oberviehbach und Rothhaus fahren.

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