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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Gemeinderatssitzung vom 16.06.2015

26.06.2015. Vor einer Stellungnahme der Gemeinde zum Bau einer Fischaufstiegsanlage um das Isar-Wasserkraftwerk Gummering durch den Kraftwerksbetreiber E.ON wollten sich die Gemeinderäte genauer informieren und luden daher letzten Dienstag zu einer separaten Gemeinderatssitzung, die dieses Thema zum Schwerpunkt hatte, ein. Insbesondere ob es Beeinträchtigungen für den Hochwasserschutz oder den Grundwasserpegel gäbe, wollte die Gemeinde geklärt wissen. Als Gäste waren dazu auch der verantwortliche Projektleiter Richard Hermann, Siegfried Talkner vom Wasserwirtschaftsamt Landshut, Franz Fürst und Christine Schmid vom Landratsamt Dingolfing-Landau und die beiden Bürgermeister der ebenfalls betroffenen Nachbargemeinde Niederaichbach, Josef Klaus und Jakob Sand eingeladen. Auch für alle interessierten Bürger bestand die Möglichkeit sich zu Wort zu melden und Fragen zu stellen. Sechs Fischaufstiege plant der Kraftwerksbetreiber an der unteren Isar. Zwei davon, in Altheim und in Niederaichbach, befinden sich bereits im Bau. Veranlasst wurden die Fischtreppenprojekte durch Vorgaben zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 mit dem Ziel, die ökologische Durchgängigkeit der Gewässer  zu erhöhen.  Acht verschiedene Varianten wären dabei gemäß einer vom Wasserkraftwerksbetreiber im Vorfeld in Auftrag gegebenen Studie möglich. Als besonders positiv erscheint dabei, die bestehenden Entwässerungsgräben als Wanderkorridore für die Fische zu nutzen. Auf einer Gesamtlänge von 4,28 Kilometern sollen dabei neun Meter Höhenunterschied überwunden werden. Erreicht werden soll dies durch die Anlage von 36 Becken mit einer Länge von mindestens drei Metern und einer maximalen Höhendifferenz von elf Zentimetern je Becken. Als Baubeginn ist das Frühjahr 2016 und als Start des Probebetriebes ist das Frühjahr 2017 vorgesehen. Zur Ausleitung von bisher zwischen 180 und 600 Liter pro Sekunde, sollen dann 590 Liter Wasser pro Sekunde zusätzlich über den neuen Fischkorridor aus der Isar um das Kraftwerk geleitet werden. Dabei soll es keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes geben, da wie bisher bei Hochwasser, ein Verschluss von Ein- und Auslauf durch Schütze erfolgen wird. Entscheidend für Zweiten Bürgermeister Johannes Birkner sei es, ob für die Bewohner in Lichtensee mit einer Erhöhung des Grundwasserspiegels, mit  Auswirkungen für Gebäude und Keller, zu rechnen sei. Nach Auskunft der Fachleute, sei kein berechenbarer Anstieg des Grundwasserpegels  zu erwarten. Dieser läge in jedem Fall im Schwankungsbereich, der derzeit 70 Zentimeter betrage. Zudem gäbe es wenig Bebauung in Grabennähe. Bewohner in unmittelbarer Nähe mit begründetem Interesse, welche Auswirkungen auf ihre Keller im Grundwasserwechselbereich befürchten, könnten sich aber an die Gemeindeverwaltung bezüglich eventueller Beweissicherungsverfahren wenden.

 

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