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Gemeinde Niederviehbach  |  E-Mail: monika.mueller@niederviehbach.de  |  Online: http://www.niederviehbach.de

Gemeinderatssitzung im Mai 2014

Mai 2014. Ein neuer Gemeindebus, die Verbesserung der Handynetzqualität, der Neubau einer Zweifachschulsporthalle oder neuer Wohnraum für junge Leute. Mit einer Reihe von relevanten Themen für die Bürger hatte sich der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung befasst. Für rege Diskussion sorgte die Ersatzbeschaffung des Gemeindebusses. Die Kriterien hatte man schon auf der letzten Sitzung angesprochen und hatte dann Angebote für Gebrauchtfahrzeuge bei verschiedenen, örtlichen Händlern eingeholt. Erwin Duschl brachte mit seinem Vorschlag, sich besser für ein günstigeres Fabrikat und dafür für ein Neufahrzeug zu entscheiden, eine neue Variante ins Spiel. Diese Möglichkeit gefiel auch Wolfram Sterr und Brigitte Maß. Rudolf Uhrmann sah die Notwendigkeit, die Gebrauchtfahrzeuge vor Ort vergleichen zu können. Wolfgang Hölzl meinte in der Diskussion, dass man beim gegeneinander Abwägen verschiedener Fabrikate nicht Neu- und Gebrauchtwagen vergleichen könne. Wertbeständigkeit, die schnelle Reparaturmöglichkeiten vor Ort, die Verbrauchswerte, die Eignung im täglichen Einsatz und weitere Aspekte wollten die Räte beachtet wissen.  Ausschlaggebend waren aber zuletzt die von Ursula Tafelmayer angeführten Argumente, wechselnder Fahrer, die Präferenz für einen VW-Bus und die Möglichkeit sich auch früher als bisher für einen Ersatz entscheiden zu können. Die Entscheidung fiel dann für einen gebrauchten,  weißen VW T5 Caravelle um knapp 25.000 Euro. Zur Anfrage des Mobilfunkanbieters E-Plus zur Aufstellung eines UMTS-Mobilfunkmastes an der bereits 2008 genehmigten, aber dann nicht weiter verfolgten Erlaubnis einer Errichtung nahe des Wasserhochbehälters, sprach man sich im Falle der Zustimmung der Grundstückseigentümer erneut für diesen Standort aus. Ein neuer Mobilfunkmast müsse nach aktueller Rechtslage auch anderen Mobilfunkanbietern zur Verfügung gestellt werden, so Bürgermeister Daffner.  Der Gemeinderat würde sich eine Verbesserung des Handyempfanges erhoffen, der bislang im Gemeindegebiet als generell zu schlecht empfunden wird. Für reichlich Gesprächsstoff sorgte erwartungsgemäß das größte Vorhaben der Gemeinde, der Neubau einer Schulsporthalle. Hier machte es sich der Gemeinderat nicht leicht. Zu klären war zunächst, ob es einen Ersatzbau an der Stelle der bisherigen Halle geben soll, ob die Platzverhältnisse dort ausreichen oder ob ein Neubau an der Stelle des jetzigen Trainings- und Bolzplatzes oder andernorts sinnvoll sei. Josef Retzer und Wolfram Sterr plädierten für eine genaue, schriftliche   Bedarfserstellung welche die Bedürfnisse aller Ortsvereine beinhalten solle, bevor man an die Planung gehe. Der Bedarf sei bekannt so Ursula Tafelmayer, deshalb spreche man ja über einen Neubau. Eine neue Halle könne dann unabhängig von den Erfordernissen der Volleyballer, erweiterte Angebote verschiedenster Sportarten möglich machen, so die Gemeinderätin und TSV-Vorsitzende. Dies unterstützte auch Rudolf Uhrmann, der neben den Schulen die Bedürfnisse des TSV als maßgebend ansah, denn für andere Zwecke stünde weiterhin auch die Bürgerhalle zur Verfügung. Das Halleninnenmaß wurde mit 30 mal 27 Metern für sinnvoll erachtet, was auch den Volleyballern in der Zweiten Bundesliga ausreichen würde. Nicht außer acht lassen wollte man beim Platzbedarf auch notwendige Neben- und Geräteräume. Inwieweit diese zusätzlichen Räumlichkeiten den Platzbedarf beeinflussen und ob der Platz an der bisherigen Stelle ausreiche wurde heftig diskutiert. Wolfgang Hölzl schlug vor, die neu errichtete Halle in Bonbruck zu besichtigen und die Erkenntnisse in die Entscheidung einfließen zu lassen. Bürgermeister Josef Daffner versuchte aufgrund der großen Investitionskosten für die Gemeinde, die Entscheidungen in mehreren Schritten und mit breitem Konsens im Rat zu fällen. Dem Wunsch von Simon Hackl, den unverzichtbaren Trainingsplatz zu erhalten teilten viele Gemeinderäte, weshalb man sich in der Standortfrage mit großer Mehrheit letztlich für einen Ersatzbau entschied. Eine weitere Frage war die Hallenhöhe. Erwin Duschl stellte die Frage, ob eine Höhe von sieben Metern, also mehr als die förderfähige Höhe von fünfeinhalb Metern die erheblichen Mehrkosten rechtfertige. Von den geschätzten Baukosten von 4,2 Millionen Euro müsse die Gemeinde immerhin 2,8 Millionen selbst aufbringen. Zur Anfrage von Rudolf Uhrmann, ob es Landkreisfördermittel gebe konnte Bürgermeister Daffner auf eine über die Realschule gestellte Anfrage verweisen. Wenn Neubau, dann richtig und sämtlichen Erfordernissen entsprechend, so die Meinung von Alfons Jänsch. Man konnte sich deshalb auch hier auf eine Hallenhöhe von sieben Metern verständigen. Noch nicht entscheiden wollte man, über die Zahl fester und beweglicher Sitzplätze. Im weiteren wurde der Auftrag zum Einputzen der neuen Fenster im Rathaus vergeben.  Dem Bauantrag von Marco Duschl, Kirchweg 9 in Oberviehbach zum Wohnhausneubau in Holzblockbohlenbauweise am Kirchweg 2 erteilte man das gemeindliche Einvernehmen. Zur Kenntnis genommen wurde eine Bauvoranfrage von Herrn Pielorz zur Aufstockung und Giebeländerung in der Hauptstraße 53. Bürgermeister Daffner informierte über die erneute, jährliche Vergabe eines Wartungsvertrages für das Feuerwehrfahrzeug und über den Verlauf der Kanalbauarbeiten in der Bergstraße, die im Zeitplan liegen würden. Im Punkt Wünsche und Anträge sprach Josef Daffner junior ergänzend zu den aktuellen Planungen für altersgerechtes Wohnen in der Ortsmitte, den Bedarf an Wohnraum für junge Paare und Singles an. Ein Grundstück für sechs Wohneinheiten stünde im Ortsteil Lichtensee zur Verfügung, gesucht werde ein Investor zum Bau neuer Wohnungen, so der Bürgermeister.

 

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